Die 7 Schutzwälle der Selbstschutzstrategie (Teil 2)

Im zweiten Teil geht es um die um die allgemeinen und zumeist einmaligen Maßnahmen. Dieser Teil deiner Schutzwälle bietet  dir bereits einen erhöhten Schutz. Dazu gehört unter anderem die Absicherung deiner Wohnung bzw. deines Hauses durch abschließbare Fenstergriffe, abschließbare Fenstergriffe, gute Schlösser an den Türen, sowie einer Sperrkette und einem Spion an der Haustür.

Auch entsprechend sichere Haustüren sind für deine Sicherheit eine sehr gute Investition. In diesen Fragen sind im übrigen die Beratungsstellen der Polizei sehr hilfreich und zudem auch kostenlos. Du hast auch die wichtigsten Notrufnummern für den Fall des Falles griffbereit.

Eine einsatzfähige und leuchtstarke Taschenlampe ist vorhanden, und eine Dose Pfefferspray  liegt an einem für Kinder unzugänglichen, für dich jedoch leicht erreichbaren Ort. Je nach Lage und Exponiertheit deiner Behausung, bzw. der darin befindlichen Werte kann eine Alarmanlage durchaus sinnvoll sein.

Du hast deinen Hausstand mal bewusst betrachtet und dir überlegt was du im Gefahrenfalle als improvisierte Waffe verwenden kannst, und das eine oder andere Szenario mal im Kopf durchgespielt. Ebenso hast du dich mit dem Notwehrrecht vertraut gemacht um deinen rechtlichen Handlungsspielrahmen vollständig ausschöpfen zu können.

Warum das alles? Ist das nicht irgendwie paranoid?

Keineswegs! Einbrüche finden überwiegend, sowohl in der Stadt als auch auf dem Land, tagsüber statt, und das nicht nur wenn die Bewohner in Urlaub sind.  Einbrecher haben jedoch eine Gemeinsamkeit mit anderen Kriminellen und Gewalttätern.

Sie mögen es leicht.

Je größer sie das Risiko einschätzen umso unwahrscheinlicher ist es, dass sie ausgerechnet deine Wohnung oder dein Haus auswählen. Wozu auch? Es gibt doch so viele andere, wo man leichter zum Ziel kommt. Das gilt auch für Gewalttaten. Je größer der potentielle Angreifer das Risiko einschätzt, desto weniger wird er zur Tat schreiten. Anders ausgedrückt, wenn es zur Tat kommt, dann hat der Einbrecher oder der Gewalttäter das Risiko für sich entsprechend niedrig eingeschätzt, und dich als leichtes Opfer eingestuft.

Ein Teilelement deiner Schutzstrategie hat dann nicht funktioniert, oder war gar nicht vorhanden. Ein Einbrecher der zufällig von dir auf frischer Tat ertappt wird, könnte zudem aus purer Angst gewalttätig werden. Schon hast du einen lebensgefährlichen Kampf in deiner Wohnung, und das sieht alles ganz anders aus als im Trainingsraum.

Du wirst dann merken, dass ein erheblicher Teil von dem das du  vielleicht trainiert hast hier gar nicht funktioniert hat. Unter Umständen ist einfach kein Platz für die ach so toll aussehenden hohen Kicks oder gar Fersendrehschläge. Wenn Tische, Stühle etc. im Wege sind gehen verschiedene Bewegungsmuster die die man dir vielleicht beigebracht hat nicht mehr.

Vielleicht geht er mit einem Schraubenzieher oder einem Messer aus nächster Nähe auf dich los. Und dann wirst du merken, dass viele Messerabwehren ins Reich der Sagen und Legenden gehören. Ein Einbrecher der von einer allein stehenden Frau ertappt wird könnte dabei auch auf ganz andere Gedanken kommen. Dann kommt noch das Risiko der Vergewaltigung und Misshandlung dazu. Auch diese Fälle sind nicht gerade selten.

Auch für dein Auto solltest du Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, wie z.B. eine Autoalarmanlage. Ebenso liegt idealerweise in deinem Auto ebenfalls eine robuste und starke Taschenlampe bereit mit der du dich notfalls auch eines tätlichen Angriffs erwehren kannst.

Diese einmaligen Maßnahmen wirken nicht dramatisch oder besonders beeindruckend, können jedoch für dich bereits den Unterschied zwischen Unversehrtheit und schwerer Verletzung, Vergewaltigung oder gar Tod ausmachen.

Die Liste der hier beschriebenen einmaligen Maßnahmen erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie soll dir einen ersten Überblick geben und dich zu eigenen Gedanken und Ideen inspirieren. Wir werden uns im Laufe der Zeit mit allen diesen Punkten noch genauer befassen.

Tags:Angreifer, Messerangriff, Opfer, professionelles Sicherheitsmanagement, Selbstssschutz, Selbstverteidigung, Übergriff

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